Dass Politisch exponierte Personen (PEPs) in der Geldwäscheprävention besondere Aufmerksamkeit erfordern, ist keine Überraschung. Doch wer genau zählt eigentlich als PEP? Und welche Pflichten ergeben sich daraus für Finanzinstitute?
Inhaltsverzeichnis
Wer als PEP gilt
Eine Politisch exponierte Person ist per Definition jemand, der bedeutende öffentliche Funktionen ausübt oder ausgeübt hat. Dazu zählen unter anderem Staatsoberhäupter, Regierungsmitglieder, hohe Richter oder leitende Offiziere des Militärs. Auch Familienangehörige und enge Vertraute fallen unter diese Kategorie. Die Definition ist international ähnlich, wobei nationale Unterschiede bestehen können.

Finanzinstitute müssen daher sorgfältig prüfen, ob ihre Kunden in diese Gruppen fallen. Eine hilfreiche Ressource dafür sind öffentlich zugängliche Listen sowie spezialisierte Datenbanken. Wer sich vertiefen will, kann jetzt lesen, wie solche Klassifizierungen im Glücksspielsektor angewandt werden.
Erhöhtes Risiko bei PEPs
PEPs gelten als besonders risikobehaftet in Sachen Geldwäsche und Korruption. Das liegt vor allem an ihrem politischen Einfluss und der damit verbundenen Möglichkeit, unrechtmäßige Gelder zu verschleiern. Untersuchungen zeigen, dass PEPs häufiger als andere Kunden von Finanzinstituten zur Geldwäsche genutzt werden.
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Die Risiken differenzieren sich je nach Funktion und Land. Ein ehemaliger Minister aus einem Land mit schwacher Rechtsstaatlichkeit birgt ein höheres Risiko als ein kommunaler Beamter in einer stabilen Demokratie. Das heißt, die Risikobewertung muss individuell erfolgen und regelmäßig überprüft werden.
Verstärkte Sorgfaltspflichten
Um das erhöhte Risiko zu adressieren, schreiben Anti-Geldwäsche-Richtlinien verstärkte Sorgfaltspflichten bei PEPs vor. Das umfasst eine intensivere Identitätsprüfung, laufende Überwachung der Geschäftsbeziehung und gegebenenfalls die Einholung zusätzlicher Informationen.

Die Maßnahmen werden unterstützt durch technische Systeme zur Risikoanalyse. Interessant ist, dass auch Medienquellen genutzt werden, um etwa negative Berichte über PEPs zu identifizieren. So berichtet die Deutsche Presse-Agentur dpa regelmäßig über relevante Entwicklungen, die Finanzinstitute in ihre Prüfprozesse einfließen lassen können.
Prüfung der Mittelherkunft
Ein wesentlicher Bestandteil der AML-Verfahren bei PEPs ist die genaue Prüfung der Herkunft der eingesetzten Mittel. Nur so lässt sich verhindern, dass Gelder aus Korruption oder anderen illegalen Quellen in den Finanzkreislauf gelangen. Die Herausforderung liegt oft darin, komplexe Eigentums- und Zahlungsströme zu durchleuchten.
Praktische Tools und spezialisierte Due-Diligence-Reports helfen dabei, verdächtige Muster zu erkennen. Für tiefergehende Informationen zum Thema gibt es mehr.., die speziell auf die Herausforderungen im Zusammenhang mit PEPs eingehen.
| Kriterium | Normale Kunden | PEPs |
|---|---|---|
| Identitätsprüfung | Standardverfahren | Erweiterte Überprüfung, inkl. öffentlicher Quellen |
| Transaktionsüberwachung | Routineüberwachung | Intensivierte Kontrolle, häufigere Analysen |
| Risikobewertung | Standardrisiko | Hohes Risiko, individuelle Bewertung |
| Prüfung der Mittelherkunft | Stichprobenartig | Umfassende Nachverfolgung |
| Dokumentation | Basisdokumentation | Detaillierte und regelmäßige Aktualisierung |
Dokumentation der Maßnahmen
Die lückenlose Dokumentation aller AML-Maßnahmen ist bei PEPs besonders wichtig. Sie dient nicht nur der Nachvollziehbarkeit gegenüber Aufsichtsbehörden, sondern auch der internen Qualitätssicherung. Jede Entscheidung, jede Prüfung und jede Erkenntnis muss nachvollziehbar abgespeichert werden.
Das umfasst digitale Protokolle der Identitätsprüfungen, Risikobewertungen und Transaktionsüberwachungen. Die Dokumentation sollte zudem regelmäßig aktualisiert werden, vor allem wenn sich die Risikosituation verändert. Ohne diese Transparenz drohen Sanktionen, die bis zu empfindlichen Geldbußen reichen können.
Ein Tipp: Schulen Sie Ihr Compliance-Team regelmäßig, damit die Dokumentation den aktuellen Anforderungen entspricht und keine Lücken entstehen.